10 Jahre BVdP – Ein Zwischenfazit

10 Jahre BVdP – Ein Zwischenfazit

10 Jahre BVdP – Ein Zwischenfazit

Interview mit Peter Vogel

Den BVdP gibt es nun bald zehn Jahre, genauer: Der Verband zur Vertretung der Interessen der Schadensteuerungsbetriebe wurde am 05. August 2010 gegründet. Rund um die Wiederkehr des Gründungsdatums wollen wir im NewsMonitor eine Zwischenbilanz ziehen lassen von Menschen, die als Mitglied oder im Umfeld mit dem BVdP zu tun haben.

Zum Auftakt der kleinen Serie haben wir mit Peter Vogel gesprochen, der mit seinem Bruder Michael Vogel einen Unfallreparaturbetrieb mit Standorten in Brilon und Meschede betreibt. Peter Vogel begleitet die Entwicklung des BVdP seit vielen Jahren, kandidiert in diesem Jahr für den Vorstand und engagiert sich in der m.o.r.e-Ideenschmiede.

Wenn Sie ebenfalls mit uns zusammen ein Fazit aus den letzten zehn Jahren ziehen wollen, melden Sie sich gerne bei Michael Pinto.

Peter, was hat der BVdP in den zehn Jahren seit seiner Gründung bewegt?

PV: Da fallen mir spontan vier Dinge ein. Zunächst können wir schauen, was er verhindert hat, nämlich Verhältnisse, wie wir sie mit Blick auf ausländische Märkte wie die Niederlande oder Großbritannien kennen. Dort sind nicht allein die Stundenverrechnungssätze viel niedriger und das Zusammenspiel zwischen Betrieben und Versicherungen angespannter, dort ist insgesamt der Druck größer, um unternehmerischen Erfolg zu produzieren.

Zudem hat uns der BVdP mit seiner Arbeit einen Spiegel vor Augen gehalten und so dafür gesorgt, dass wir uns positiv weiterentwickeln in Bezug auf Strukturen und Arbeitsprozesse. Mit dem Verband haben wir über unseren Tellerrand hinausgeschaut.

Dann haben wir Betriebe durch die Arbeit und die Veranstaltungen des BVdP in Diskussionen mit den Schadensteuerern und FLI’s gelernt, auf Augenhöhe zu diskutieren. Wir Inhaber sind zwar respektvoll, aber auch mutiger und selbstvertrauter.

Und schließlich haben wir durch die Argumentationsweisen und -hilfen des BVdP begonnen, uns mit einer klaren Meinung gegenüber unseren Partnern zu positionieren. Wir haben jede Menge Verhandlungssicherheit gewonnen, weil wir unsere Zahlen genau kennen und einordnen können und nicht mehr aus der Hüfte schießen.

Das sind interessante Aspekte, die Du aufführst. Wie hat es der BVdP denn geschafft, die erwähnten ausländischen Verhältnisse zu verhindern?

PV: Wir haben uns und unsere Interessen organisiert, reflektiert und gebündelt. Damit sind wir dann, zumindest stellenweise, sehr solidarisch aufgetreten.

Womit hat der BVdP, wie Du sagst, zu Eurer Weiterentwicklung beigetragen?

PV: Vor allem durch seine Penetranz darauf hinzuwirken, dass wir uns mit unseren Zahlen und Prozessen auseinandersetzen. Beispielsweise mit dem Volumenkundenrechner, bei dem Aufwand, Prozesse, Verrechnungssätze, aber auch Nachlässe und Provisionen zusammengeführt werden und in Deckungsbeiträgen münden. Das zeigt uns gut unsere eigene Rentabilität und die Wirtschaftlichkeit unserer Volumenkunden. Mit den Ergebnissen und den Diskussionen in den Best Practice Zirkeln konnten wir uns dann stets einen Schritt weiterentwickeln.

Wodurch hat der BVdP dazu beigetragen, dass Ihr den Volumenkunden auf gleicher Augenhöhe, wie Du es nennst, begegnet?

PV: Das ist für mich eine Mischung aus dem Auftreten der Akteure des BVdP und dem Bewusstsein, dass keiner von den guten Betrieben in der Schadensteuerung so einfach austauschbar ist, was die Qualität der Arbeit und der Prozesse anbelangt.

Und wie hat es der BVdP schließlich geschafft, dass Ihr selbst Eure Positionen klarer artikuliert?

PV: Hier spielen zunächst der Austausch in den Best Practice Zirkeln  und die Diskussionen auf den Versammlungen eine Rolle, aus denen wir Betriebe viel Futter und Denkweisen mitnehmen. Dann zählt aber auch ganz klar m.o.r.e als Marke, die für den Steuerer ein Garant ist, dass alles glatt läuft bei der Schadenabwicklung.

Manchmal darf man sich von Jubilaren etwas wünschen. Was würdest Du Dir vom BVdP wünschen in den kommenden Jahren?

PV: Zunächst den weiteren Ausbau der Marke m.o.r.e nicht nur im Bereich der Schadensteuerung, sondern in Richtung des ungesteuerten Geschäfts mit Endgebrauchern. Dabei müssen die Betriebe gefordert und gefördert werden. Die Initiative für so eine gewinnbringende Entwicklung muss dabei allerdings auch von den Betrieben kommen.

Dann wünsche ich mir, dass in den Verhandlungen mit Steuerern und FLI’s auf die Gemeinsamkeiten gesetzt wird, um die Ziele der Betriebe zu erreichen. Die Beteiligten müssen also aufeinander zugehen und nach einem Konsens suchen, der die berechtigten Ziele beider Parteien berücksichtigt. Wir haben bei allen Marktpartnern noch Ressourcen in der Schadensteuerung, die wir gemeinsam heben können.

Und was wünschst Du dem BVdP?

PV: Unserem Verband wünsche ich, dass der Baum, den wir gemeinsam gepflanzt haben, weiter gepflegt und gestärkt wird. Dafür wünsche ich ihm Agilität beim haupt- und ehrenamtlichen Personal und bei den Zielsetzungen, damit die Erfolge, die erzielt wurden, sich auf die Betriebe auswirken, die jeden Tag antreten, um angemessene Renditen zu erwirtschaften.

Danke, Peter, für das Gespräch!

PV: Gerne!

10 Jahre BVdP – Ein Zwischenfazit
Interview mit Peter Vogel

Den BVdP gibt es nun bald zehn Jahre, genauer: Der Verband zur Vertretung der Interessen der Schadensteuerungsbetriebe wurde am 05. August 2010 gegründet. Rund um die Wiederkehr des Gründungsdatums wollen wir im NewsMonitor eine Zwischenbilanz ziehen lassen von Menschen, die als Mitglied oder im Umfeld mit dem BVdP zu tun haben.

Zum Auftakt der kleinen Serie haben wir mit Peter Vogel gesprochen, der mit seinem Bruder Michael Vogel einen Unfallreparaturbetrieb mit Standorten in Brilon und Meschede betreibt. Peter Vogel begleitet die Entwicklung des BVdP seit vielen Jahren, kandidiert in diesem Jahr für den Vorstand und engagiert sich in der m.o.r.e-Ideenschmiede.

Wenn Sie ebenfalls mit uns zusammen ein Fazit aus den letzten zehn Jahren ziehen wollen, melden Sie sich gerne bei Michael Pinto.

Peter, was hat der BVdP in den zehn Jahren seit seiner Gründung bewegt?
PV: Da fallen mir spontan vier Dinge ein. Zunächst können wir schauen, was er verhindert hat, nämlich Verhältnisse, wie wir sie mit Blick auf ausländische Märkte wie die Niederlande oder Großbritannien kennen. Dort sind nicht allein die Stundenverrechnungssätze viel niedriger und das Zusammenspiel zwischen Betrieben und Versicherungen angespannter, dort ist insgesamt der Druck größer, um unternehmerischen Erfolg zu produzieren.
Zudem hat uns der BVdP mit seiner Arbeit einen Spiegel vor Augen gehalten und so dafür gesorgt, dass wir uns positiv weiterentwickeln in Bezug auf Strukturen und Arbeitsprozesse. Mit dem Verband haben wir über unseren Tellerrand hinausgeschaut.
Dann haben wir Betriebe durch die Arbeit und die Veranstaltungen des BVdP in Diskussionen mit den Schadensteuerern und FLI’s gelernt, auf Augenhöhe zu diskutieren. Wir Inhaber sind zwar respektvoll, aber auch mutiger und selbstvertrauter.
Und schließlich haben wir durch die Argumentationsweisen und -hilfen des BVdP begonnen, uns mit einer klaren Meinung gegenüber unseren Partnern zu positionieren. Wir haben jede Menge Verhandlungssicherheit gewonnen, weil wir unsere Zahlen genau kennen und einordnen können und nicht mehr aus der Hüfte schießen.

Das sind interessante Aspekte, die Du aufführst. Wie hat es der BVdP denn geschafft, die erwähnten ausländischen Verhältnisse zu verhindern?
PV: Wir haben uns und unsere Interessen organisiert, reflektiert und gebündelt. Damit sind wir dann, zumindest stellenweise, sehr solidarisch aufgetreten.

Womit hat der BVdP, wie Du sagst, zu Eurer Weiterentwicklung beigetragen?
PV: Vor allem durch seine Penetranz darauf hinzuwirken, dass wir uns mit unseren Zahlen und Prozessen auseinandersetzen. Beispielsweise mit dem Volumenkundenrechner, bei dem Aufwand, Prozesse, Verrechnungssätze, aber auch Nachlässe und Provisionen zusammengeführt werden und in Deckungsbeiträgen münden. Das zeigt uns gut unsere eigene Rentabilität und die Wirtschaftlichkeit unserer Volumenkunden. Mit den Ergebnissen und den Diskussionen in den Zirkeln konnten wir uns dann stets einen Schritt weiterentwickeln.

Wodurch hat der BVdP dazu beigetragen, dass Ihr den Volumenkunden auf gleicher Augenhöhe, wie Du es nennst, begegnet?
PV: Das ist für mich eine Mischung aus dem Auftreten der Akteure des BVdP und dem Bewusstsein, das keiner von den guten Betrieben in der Schadensteuerung so einfach austauschbar ist, was die Qualität der Arbeit und der Prozesse anbelangt.

Und wie hat es der BVdP schließlich geschafft, dass Ihr selbst Eure Positionen klarer artikuliert?
PV: Hier spielen zunächst der Austausch in den Best Practice Zirkeln und die Diskussionen auf den Versammlungen eine Rolle, aus denen wir Betriebe viel Futter und Denkweisen mitnehmen. Dann zählt aber auch ganz klar m.o.r.e als Marke, die für den Steuerer ein Garant ist, dass alles glatt läuft bei der Schadenabwicklung.

Manchmal darf man sich von Jubilaren etwas wünschen. Was würdest Du Dir vom BVdP wünschen in den kommenden Jahren?
PV: Zunächst den weiteren Ausbau der Marke m.o.r.e nicht nur im Bereich der Schadensteuerung sondern in Richtung des ungesteuerten Geschäfts mit Endgebrauchern. Dabei müssen die Betriebe gefordert und gefördert werden, und die Initiative für so eine gewinnbringende Entwicklung muss von den Betrieben kommen.
Dann wünsche ich mir, dass in den Verhandlungen mit Steuerern und FLI’s auf die Gemeinsamkeiten gesetzt wird, um die Ziele der Betriebe zu erreichen, dass also die Beteiligten aufeinander zugehen und nach einem Konsens suchen, der die berechtigten Ziele beider Parteien berücksichtigt. Wir haben bei allen Playern noch Ressourcen in der Schadensteuerung, die wir gemeinsam heben können.

Und was wünschst Du dem BVdP?
PV: Unserem Verband wünsche ich, dass der Baum, den wir gemeinsam gepflanzt haben, weiter gepflegt und gestärkt wird. Dafür wünsche ich ihm Agilität beim haupt- und ehrenamtlichen Personal und bei den Zielsetzungen, damit die Erfolge, die erzielt wurden, sich auf die Betriebe auswirken, die jeden Tag antreten, um angemessene Renditen zu erwirtschaften.

Danke, Peter, für das Gespräch!
PV: Gerne!

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