10 Jahre BVdP – Was hat sich in der Praxis bewährt?

10 Jahre BVdP – Was hat sich in der Praxis bewährt?

10 Jahre BVdP – Was hat sich in der Praxis bewährt?

Die kleine Reihe zum zehnjährigen Bestehen des BVdP nimmt in dieser Ausgabe die Best Practice Zirkel ins Visier. In einem Gespräch blicken Jörg Finster (Betriebsinhaber KLZ Finster, Wiesbaden), Herbert Prigge (Moderator, bpr Mittelstandsberatung) und Marco Senger (Projektmanager BVdP) aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auf Ergebnisse und Herausforderungen.

Nachdem die Betriebe ihre anfängliche Scheu abgelegt und einen offenen Umgang miteinander gelernt haben, da sie nicht im Wettbewerb zueinander stehen, haben die Zirkel richtig viel gebracht, so Jörg Finster. Die Inhaber erweitern ihre Scheuklappensicht und nehmen mal große, mal kleine Anregungen mit. Ob durch die bessere Sortierung von Schrauben bei der Demontage, durch die Nutzung des Kalkulationsprogrammes als zentralen Aufbewahrungsort für Informationen oder durch den Einsatz des Volumenkundenrechners, die Zirkelergebnisse optimieren Prozesse und betriebswirtschaftliche Ergebnisse.

So sieht das auch Herbert Prigge. Die Betriebsinhaber, die aktiv an den Zirkeln teilnehmen, ziehen einen hohen Nutzen aus den Feedbacks und Impulsen, beispielsweise zu Aspekten wie Kalkulation, Führung, Kosteneinsparungen, Prozesseffizienz. Zahlreiche Betriebe, so der Moderator, haben ihre Renditen dadurch deutlich verbessert. Auch Marco Senger lobt die Themenvielfalt der Zirkel, die durch die Themenwahl in den Gruppen entsteht. Er begleitet das Projekt seit der Geburtsstunde und war auch an der Konzeption der Themenrubriken „Kennzahlen und Prozesse“ beteiligt und hält die Ausgewogenheit zwischen beiden Rubriken für einen wesentlichen Erfolgsfaktor. Je länger eine Zirkelgruppe bereits zusammenarbeitet, umso persönlicher werden dabei die Themen. So können nach langer Zeit auch der persönliche Arbeitseinsatz sowie die eigene Lebensqualität des Inhabers im Fokus stehen.

Die Zirkelteilnahme bewirkt aber auch, dass die Inhaber nirgendwo mehr fremd sind, sondern immer gut ins Gespräch kommen; mit den Zirkel-Kollegen beispielsweise auch zwischen den Terminen, wenn es Fragen oder Probleme im Betrieb gibt, weil die Teilnehmer Sparrings-Partner für ihre Themen gewonnen haben.

Auf der persönlichen Ebene schafft zu sehen, wie es woanders läuft, ein größeres Selbstvertrauen, denkt Jörg Finster. Und die Teilnehmer erfahren und erleben, dass es sinnvoller ist, am Unternehmen, statt im Unternehmen zu arbeiten. Dies sind auch Themen, die zukünftig in Workshops aufgegriffen werden. Denn auch Herbert Prigge sieht, dass das Thema „Führen statt Arbeiten“ noch größeres Potenzial besitzt. „Controlling statt Kontrolle“ und die Unternehmensnachfolge könnten weitere Themen sein, die seine Zirkelmitglieder interessieren.

Auch der BVdP selbst wird zusätzlich zu den Gruppenthemen zukünftig thematische Akzente setzen, so Marco Senger. Aus Betriebsinhaber-Sicht ist dies auch richtig; denn die Einschätzung, wo es in der Schadensteuerung hingeht, wird für die Entscheidungen vor Ort immer wichtiger.

Aufgabe des BVdP ist es, die Rahmenbedingungen in der Schadensteuerung für die Betriebe zu verbessern. Das ist durch die Zirkel in vielen Facetten gelungen, beispielsweise bei der Reduzierung von Prozessstörungen durch QualiCar. Und davon haben die Betriebe nach Ansicht von Jörg Finster profitiert. Aber bereits die Meinungsbildung zu wichtigen Fragen habe im Sinne des Vereinszwecks einen hohen Stellenwert, ergänzt dazu Herbert Prigge.
Marco Senger zieht deshalb das Fazit, dass es für die Best Practice Zirkel damals kein Vorbild gab und dass sie, auch für die Zukunft,  eine echte Success Story sind.

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