BVdP-Interview mit Sascha Pollak, Innovation Group

BVdP-Interview mit Sascha Pollak, Innovation Group

BVdP-Interview mit Sascha Pollak, Innovation Group

Wenn Ullrich Bechmann Mitte des Jahres bei der Innovation Group von Bord geht, folgt ihm Sascha Pollak (41) auf dem Posten des Leiters der Netzwerkentwicklung des Stuttgarter Unternehmens nach.

Grund genug für uns, im NewsMonitor-Interview mit Sascha Pollak zu führen und nach seinen Zielen auf einer der Schlüsselpositionen in der Schadensteuerung im deutschen Reparaturmarkt zu fragen.

NewsMonitor:
Herr Pollak, zur Person, wie sind Sie im Schadenbusiness gelandet?

Sascha Pollak:
Nach meiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und einem anschließenden Studium war ich zwei Jahre lang beim KTI als Projektingenieur „Schaden“ aktiv. Dann folgte eine Beschäftigung im Bereich Maschinenbau und Optik, bis ich dann, getreu der Devise „einmal Auto, immer Auto“ im April 2018 bei der Innovation Group angeheuert habe. Zuerst als Netzwerkentwickler, dann als Teamleiter und im Sommer trete ich dann in die Fußstapfen von Ullrich Bechmann.

NewsMonitor:
Welche Themen stehen für Sie in Sachen Schadensteuerung im Vordergrund, was erwartet die Partnerwerkstätten?

Sascha Pollak:
Primär ist es mir wichtig, dass wir als IG zusammen mit unseren Partnerwerkstätten die von unseren gemeinsamen Kunden erwarteten Service- und Reparaturleistungen in bester Qualität erbringen. Dabei müssen wir, hier meine ich sowohl die IG als auch die Werkstätten, uns gemeinsam kontinuierlich weiterentwickeln, um unser Netzwerk auch für die Zukunft optimal aufzustellen.

Aktuell sehe ich zwei Herausforderungen: Da ist einmal das Thema E-Mobilität und zum anderen die Nachhaltigkeit. Vor dem Hintergrund steigender Zulassungszahlen, angesichts der aktuellen Probleme bei der Beschaffung fossiler Brennstoffe und nicht zuletzt mit Blick auf die politischen Rahmenbedingungen steht es außer Frage, dass die Schadenwelt sich intensiv mit der Elektromobilität auseinandersetzen muss. Für uns als Schadensteuerer wird die Frage immer dringlicher, welche Werkstätten qualifiziert sind, elektrisch betriebene Fahrzeuge fachgerecht reparieren zu können. Dazu setzt auch das passende Equipment und die entsprechenden räumlichen Gegebenheiten voraus. Wir als IG brauchen diese E-Fachbetriebe.
Auch die nachhaltige Reparatur ist für die Innovation Group und unsere Kunden aus der Versicherungswirtschaft von großer Bedeutung. Wir setzen klar auf I vor E, wenn immer das fachgerecht möglich und sinnvoll ist.

Es gibt darüber hinaus noch viele weitere Herausforderungen für unsere Partnerwerkstätten, von Mischbauweise bis Fachkräftemangel. Deshalb ist mir auch die Botschaft an die Betriebe in unserem Netzwerk wichtig, dass ich ein offenes Ohr für deren Anliegen und Anregungen habe, gerade weil ich die Branche kenne und weiß, was den Werkstätten auf den Nägeln brennt.

NewsMonitor:
Wie beurteilen Sie die Rolle der Leistungsmarke m.o.r.e im Reparaturgeschäft?

Sascha Pollak:
Es ist auf jeden Fall wichtig, dass über diese neutrale Marke, das Image des K+L-Handwerks nach vorne gebracht und breit kommuniziert wird. Und da ich vorhin die Bedeutung von Weiterentwicklung betont habe, wir sehen natürlich auch, dass m.o.r.e – Betriebe per se zu denjenigen gehören, die sich in all den Bereichen, über die wir gesprochen haben, konsequent weiterentwickeln. Das hat dann Strahlkraft für gewerbliche Kunden aus dem Bereich FLI wie auch auf die Autofahrer/innen.

NewsMonitor:
Letzte Frage, sind die Probleme bei Gateway beseitigt, wie ist der aktuelle Stand?

Sascha Pollak:
Das Erlebnis „Gateway“ wird zusehend besser, da wir viele Kritikpunkte und Anregungen ernst genommen haben und die Kinderkrankheiten beseitigen konnten. Der neue Live‐Chat und der rote Knopf, den ja der BVdP initiiert hat, werden von den Werkstätten sehr gut angenommen. Es gibt sicherlich noch Teilbereiche in Gateway, die wir optimaler gestalten können. Dort, wo noch Luft nach oben ist, bleiben wir dran und arbeiten intensiv an Lösungen für die Anwender.

NewsMonitor:
Herr Pollak, vielen Dank für das Gespräch.

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