Die Schere öffnet sich weiter

Die Schere öffnet sich weiter

Die Schere öffnet sich weiter

Die Kernbotschaft der gerade veröffentlichten Studien des BVdP lautet kurz gesagt, dass die Entwicklung der Kosten in den Schadensteuerungsbetrieben und der Stundenverrechnungssätze der Schadensteuerer von Jahr zu Jahr immer weiter auseinanderdriften.

Besonders deutlich trifft dies auf die Arbeits-, Provisions-, Fahrzeug- und sonstige Kosten für Software; Daten und Portale zu. Durch die Einrichtung von neuen Arbeitsplätzen für Vermessungen, Kalibrierungen und Programmierungen schlägt die Kostenentwicklung auch auf die Abschreibungen und Raumkosten durch.

Dabei analysiert der BVdP stets die Kosten pro verkaufter Stunde. Und das Niveau verkaufter Stunden – und mit ihm die Produktivität – ist im vergangenen Jahr nochmals gestiegen, wodurch sich die Kosten für den Overhead und die Anlagen grundsätzlich auf mehr Stunden verteilen.

Das Auseinanderdriften von Kosten- und Stundenverrechnungssatzentwicklung führt zwangsläufig zu schlechteren Renditen und schwächt damit die dringend erforderliche Investitionsfähigkeit angesichts der rasanten Entwicklung der Fahrzeugtechnologien. Es schwächt aber auch den Optimismus der Betriebsinhaber. Die Beurteilung der gegenwärtigen Gewinnsituation sowie die Erwartungen für die Zukunft sind nicht mehr so positiv wie in den vergangenen Jahren.

Viele Mitglieder des BVdP haben bereits darauf reagiert und ihre Volumenkunden mit dem Volumenkundenrechner analysiert. Im Ergebnis platzieren sie ihre Volumen stärker bei den rentablen und attraktiven Auftraggebern. Dabei kommt ihnen zugute, dass die steigende Nachfrage nach Arbeitsstunden auf ein eher konstantes Angebot trifft.

Je nach Dauer der verordneten Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie und nach Ausprägung der daraus folgenden wirtschaftlichen Krise könnte es zu einer weiteren Marktbereinigung in der K+L-Branche kommen. Damit würde sich das vermutlich erhöhte Auftragsvolumen auf noch weniger Betriebe konzentrieren. Neben der gezielten Platzierung von Arbeitsstunden durch den Betrieb kann auch das einen positiven Effekt auf den Preis haben.

Diesen Effekt braucht es dann allerdings auch, nicht nur für die Zukunftsinvestitionen, sondern auch zur Tilgung der finanziellen Belastungen durch die Corona-Krise.

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