Erfolgsstory: die BVdP Best Practice Zirkel

Erfolgsstory: die BVdP Best Practice Zirkel

Erfolgsstory: die BVdP Best Practice Zirkel

Im November werden es zehn Jahre, dass der BVdP seinen Mitgliedsbetrieben die in der Schadenwelt einmaligen Best Practice Zirkel anbietet. Nahmen in der ersten Runde, die der Verband am 1.11.2012 einläutete, noch 70 Betriebe teil, kann man heute auf 25 aktive Zirkel mit 255 Betrieben verweisen.

Warum das Konzept Best Practice Zirkel, kurz BPZ, auch nach einem Jahrzehnt bei den Partnerbetrieben so gefragt ist, dazu nehmen Marco Senger, der von Anfang an die Erfolgsstory BPZ beim Verband verantwortlich begleitet und BVdP Geschäftsführer Michael Pinto, der die Zirkel aus seiner Zeit als Geschäftsführer eines großen K+L-Fachbetriebs auch als Teilnehmer kennt, Stellung.

NewsMonitor:
Marco, wie funktionieren die BPZ, was ist das Besondere an dem Konzept?

Marco Senger:
In einem Zirkel tauschen sich ca. zehn Betriebe aus dem ganzen Bundesgebiet aus, die zwar über eine vergleichbare Betriebsstruktur verfügen, aber nicht miteinander im Wettbewerb stehen. Diese Betriebe treffen sich zweimal im Jahr in einer der teilnehmenden Firmen, um dort, begleitet von einem Moderator mit Branchen-Stallgeruch, die Betriebsprozesse zu analysieren und aus der Gruppe heraus Optimierungspotenziale aufzeigen bzw. Denkanstöße zu geben.

Dieser Austausch, die konstruktive Kritik der Unternehmerkollegen/innen und deren Lösungsansätze aus der eigenen Betriebspraxis bringen das Unternehmen, bei dem man gerade ist, aber auch das komplette Team im Zirkel meist einen wichtigen Schritt weiter, jeder kann vom anderen lernen.

Zwei weitere wesentliche Erfolgsfaktoren der BPZ sind Neutralität und Vertraulichkeit. Denn wir sind ein Verband, der für seine Mitglieder da ist, und kein Dienstleister, der den Betrieben etwas verkaufen will. Genauso wichtig ist es, dass alles, was in den Zirkeln besprochen wird, auch in den Zirkeln bleibt. Das schafft die Offenheit, von der alle profitieren. Darüber hinaus haben wir eine lange Zeit keine Themen für die Zirkel vor, denn die bestimmen die teilnehmenden Partnerbetriebe zusammen mit den Moderatoren selbst.

„Nichts ist wertvoller als der Austausch unter Kollegen. Ich habe zwar erst zwei Zirkel mitgemacht, aber die Information und wertvollen Tipps, die ich im Zuge eines Zirkels erhalten habe, sind Gold wert. Letztendlich stehen alle Betriebe mehr oder weniger vor denselben großen und kleinen Problemen bzw. Herausforderungen. Viele Tipps sind sogar oft gleich umsetzbar. Aber auch außerhalb der Veranstaltungen ist man mit seinen Zirkelkollegen im regen Austausch. Kompetentere Informationen bekommt man nirgends.“

Thorsten Neuenhoff, Neuenhoff Karosserie + Lack

NewsMonitor: Michael, Du hast die BPZ ja auch schon als Teilnehmer erlebt. Wie waren Deine Erfahrungen?

Michael Pinto:
Als ich vor meiner Zeit beim BVdP selbst an einem BPZ als Geschäftsführer einer K+L-Werkstatt teilgenommen habe, war jeder Termin eine geniale Geschichte. Das besondere Format der Zirkel hat mir und sicherlich auch den Kollegen/innen oft die Augen geöffnet und einen Blick über den eigenen betrieblichen Tellerrand geöffnet. Ich habe unheimlich viele Impulse zu Mitarbeiterthemen, zum Einsatz neuer Techniken, zur Betriebsorganisation und einigem mehr erhalten. Wenn ich es auf eine griffige Formel bringen müsste: Die BPZ sind ein hervorragendes Mittel gegen Betriebsblindheit. Ich habe jedes Mal einige bemerkenswerte Denkanstöße aus den Zirkeln mitgenommen, die dazu geführt haben, dass ich eingeschliffene Prozesse auf den Prüfstand gestellt und ggf. verändert habe.

NewsMonitor:
Marco, zehn Jahre sind eine lange Zeit, gab es da nicht auch mal Abnutzungserscheinungen?

Marco Senger:
Nein, denn das ist das Schöne an dem besonderen Format der BPZ: im Laufe der Jahre sind neue Betriebe und neue Moderatoren dazugekommen. Das bringt frisches Blut, neue Impulse, weitere Sichtweisen und aktuelle Themen. Und gerade, weil die Themen von den Teilnehmern kommen, wurden Dinge wie Fachkräftemangel. Kalibrierung/Herstellerdiagnose, aktuelle Sachthemen aus der Schadenlenkung, aber auch vermeintlich kleine Themen wie Pausenregelungen, flexible Arbeitszeiten etc. immer sehr schnell aufgegriffen und unter den Kollegen/innen erörtert. Hinzu kommt, dass wir das Thema als Verband sehr flexibel und unbürokratisch behandeln. Wir ermöglichen interessierten Verbandsmitgliedern schnell und einfach die Teilnahme an den Zirkeln, gehen auf Änderungswünsche ein und initiieren gelegentlich auch Themen, die Relevanz für unsere Branche haben. Ein gutes Beispiel für den letzten genannten Punkt ist die Elektromobilität.

Mit regelmäßigen Abfragen unter den Teilnehmern zur Qualitätskontrolle entwickeln wir die BPZ auch weiter. Hier erhalten wir zum größten Teil ein enorm positives Feedback. Natürlich gibt es manchmal auch Kritik, diese aber nehmen wir sehr ernst und setzen Veränderungen bei den angesprochenen Punkten schnell um. Dabei binden wir unsere Moderatoren ein, entweder beim jährlichen Treffen am Jahresanfang in Dortmund oder unterjährig in Online-Meetings.

Nicht vergessen darf man das vermutlich wichtigste Bindemittel innerhalb der Zirkel. Denn im Lauf der Zeit haben die Teilnehmer untereinander großes Vertrauen, teilweise sogar Freundschaften entwickelt, was bei der Diskussion auch einmal unangenehmer Themen enorm hilft.

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