Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Investitionen nicht vernachlässigen

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Investitionen nicht vernachlässigen

Gute Zeiten, schlechte Zeiten: Investitionen nicht vernachlässigen

Gerade in Krisenzeiten neigen viele Betriebsinhaber dazu, Investitionen auf die lange Bank zu schieben. Warum Sie das nicht unbedingt tun sollten und welche Investitionschancen bzw. -möglichkeiten Sie haben, darüber haben wir uns mit L. Stefan Höslinger (!HEPP Unternehmensimpulse) und Martin von Poschinger (Betriebsberatung M. v. Poschinger) unterhalten. Beide sind nicht nur langjährige und renommierte Branchenexperten, sondern auch Moderatoren mehrerer Best Practice Zirkel des BVdP.

Wir haben die wichtigsten Empfehlungen der beiden Beratungsprofis im Folgenden so kurz als möglich für Sie zusammengefasst. Klicken Sie einfach auf das Pluszeichen, um die Inhalte aufzuklappen.

  • Entwickeln Sie eine Vision für Ihr Unternehmen. Dieser strategische Ansatz ist die Basis und Leitschnur für zielgerichtete Investitionen in die Zukunft Ihres Unternehmens. Beachten Sie dabei Ihr konkretes Wettbewerbsumfeld am Standort.
  • Schieben Sie notwendige und finanziell stemmbare Investitionen nicht auf die lange Bank. Sie laufen sonst Gefahr, den Marktentwicklungen hinterher zu laufen. Eine abwartende Haltung kann schnell zum Wettbewerbsnachteil werden.
  • Gestalten Sie die Zukunft Ihres Unternehmens und des Marktes aktiv mit. Analysieren Sie wie sich der Markt, aber auch unsere Gesellschaft (Nachhaltigkeit, life-work-balance) entwickelt und richten Sie Ihre Investitionen entsprechend aus. Dazu gehört auch Offenheit für Wandel und Veränderung.
  • Erlauben Sie sich auch Fehleinschätzungen, denn wir alle haben keine Glaskugel und Fehler passieren. Deshalb sind Investitionen auch immer mit einem Unsicherheitsfaktor behaftet. Das ist aber kein Grund, nicht zu investieren.
  • Lassen Sie sich von Anfangsproblemen nicht von einem Investitionsvorhaben abringen. Sehr oft lohnt sich eine Investition erst bei langfristigem Engagement.

  • Ihr größtes Kapital sind Ihre Mitarbeiter. Investieren Sie also konsequent in Qualifikation und angemessene Entlohnung. Das gilt im Besonderen für Ihre Führungskräfte. Damit steigern Sie die Attraktivität Ihres Betriebs nicht nur für Ihr Team, sondern auch für private und gewerbliche Kunden.
  • Investieren Sie in vernünftige Ausbildungsplätze mit einem strukturierten Konzept, eigener Arbeitskleidung und eigenem Werkzeug . Eine gute Ausbildung mit modernen Werkzeugen steigert die Attraktivität des Unternehmens.
  • Investieren Sie in das Wachstum Ihres Unternehmens, sei es durch eine Betriebserweiterung, einen Neubau, eine Filiale oder auch durch innovative neue Anlagen.
  • Gehen Sie auch einmal ungewohnte Wege, denn Wachstum bzw. Weiterentwicklung können Sie auch durch regionale Kooperationen erreichen. Gründen Sie mit potenziellen Partnern ein gemeinsames Unternehmen oder starten Sie ein Joint Venture und definieren Sie genaue Regeln für die Zusammenarbeit.
  • Entwickeln Sie eine eigene Dekarbonisierungsstrategie (d. h.  so schnell wie möglich von der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Öl auf kohlenstofffreie und erneuerbare Energiequellen umzusteigen). Wie wichtig es ist, von fossilen Brennstoffen wegzukommen, sehen wir gerade. Hier macht meist eine individuelle Kombination mehrerer alternative Energiequellen Sinn, zu der i. d. R. PV und Speicher gehören.
  • Investieren Sie in aktuelle Anlagen, innovative Technologie und aktuelles Werkzeug. Hier sind die Bereiche Schadendiagnose, Kalibrierung, Karosserievermessung, Elektromobilität etc. angesprochen.
  • Effiziente Prozesse sind ein wichtiger Faktor für mehr Rentabilität. Investieren Sie in die für Sie passende Tools, Werkzeuge oder Software, in eine auf Sie angepasste Implementierung und in entsprechende Schulung.
  • Zur Ausgestaltung effizienter Prozesse braucht es oft erst einmal einen Blick von außen auf Ihr Unternehmen. Ein externer Berater oder die Teilnahme an einem Best Practice Zirkel des BVdP können eine wichtige Entscheidungshilfe sein.
  • Schaffen Sie mehr Unabhängigkeit durch Diversifikation, rennen Sie dabei aber nicht jedem Hype hinterher, sondern prüfen Sie, welche Leistungen in Ihre Unternehmensstrategie passen.
  • Investieren Sie in mehr „Convenience“, also in mehr erlebbaren Komfort für Ihre Kunden und Mitarbeiter, sprich in eine einladende Kundenlounge, in ein Shop in Shop – Konzept oder in attraktive Team-Räumlichkeiten.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit von „Share-Deals“. Das ist der Kauf von Anteilen an anderen Unternehmen. Idealerweise verknüpfen Sie das gleich mit einer für Sie interessanten Kooperation (siehe oben).
  • Investieren Sie in die Teilnahme an unabhängigen Netzwerken, die für Sie Lobbyarbeit übernehmen und neutrale Unterstützung bei Marketing, Weiterbildung und Erfahrungsaustausch bieten.

Wir bedanken uns bei Martin von Poschinger und L. Stefan Höslinger für das spannende Gespräch. Sollten Sie Detailfragen zu einzelnen Punkten haben, dann stellen wir gerne den Kontakt zu unseren beiden Gesprächspartnern her.


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