Interview mit Thomas Geck

Interview mit Thomas Geck

Interview mit Thomas Geck

Zum zehnjährigen Bestehen des BVdP blickt der NewsMonitor aus unterschiedlichen Perspektiven auf die Geschichte und die Facetten des Verbandes. In dieser Ausgabe nimmt er in einem Gespräch mit Thomas Geck, Leiter Schaden-/ Prozessmanagement bei der HUK-COBURG die Sichtweise eines Schadensteuerers und Versicherers ein. 

Der BVdP wird zehn Jahre alt. Erinnern Sie sich, was Sie damals bei seiner Gründung gedacht haben? 

Thomas Geck: Den Gründungsprozess des BVdP haben Themen der Innovation Group damals stark geprägt. Wir haben gespannt beobachtet, welche Inhalte und Strategien der Verband haben wird. Für uns war wichtig, dass wir mit dem Verband einen Ansprechpartner bekommen, der die Schadensteuerung grundsätzlich befürwortet. Mein Ziel war es damals, weniger über einzelne Details zu reden. Ich wollte einen Ansprechpartner, mit dem wir Zukunftsfragen erörtern können. 

Wie hat Ihrer Meinung nach der BVdP den Markt und die Performance der Betriebe mitgestaltet? 

Thomas Geck: Wenn man bedenkt, wie rasant sich der Markt entwickelt hat und weiterentwickelt – beispielsweise mit Blick auf Fahrzeugtechnologien oder digitale Prozesse – hätte ich mir ab und zu einen bisschen mehr Mut zur Gestaltung gewünscht.  
Auch heute gilt, was ich schon zur Gründung formuliert hatte: Wir müssen über die großen strategischen Herausforderungen sprechen. Wir brauchen Lösungen, um die Partnerwerkstätten weiterhin wettbewerbsfähig zu halten.  

Was war dann die hauptsächliche Wirkung des BVdP? 

Thomas Geck: Durch die Verbandsgründung hatten die Partnerwerkstätten ein gemeinsames Sprachrohr für ihre Interessen. Das hat die Kommunikation erleichtert. Zudem hat der BVdP eine klare Positionierung zur Schadensteuerung. Auf diesem Level konnten und können wir gut miteinander reden.   

Welche Entwicklungen und Themen werden den Unfallreparaturmarkt in den kommenden fünf bis zehn Jahren beherrschen? 

Thomas Geck: Die Veränderungen der Mobilitätskonzepte werden uns immer stärker beschäftigen. Es wird darum gehen, wer welches Fahrzeug reparieren kann, zum Beispiel mit Blick auf Antriebe oder z. B. Kalibrierungen. Die Ausrüstung und Qualifizierung der Betriebe ist an dieser Stelle extrem wichtig und an Spezialisierungen wird wohl kein Weg vorbeiführen. Fest steht auch: Ohne intelligente Kapazitätssteuerung lassen sich diese Herausforderungen nicht bewältigen.   

Was ist Ihnen wichtig in Ihrer Beziehung zu den Partner-Werkstätten? Worauf kam es Ihnen gestern an, worauf kommt es heute und in Zukunft an? 

Thomas Geck: Unsere Philosophie ist es seit jeher, langfristige Partnerschaften mit den Werkstätten aufzubauen. Dieser Grundsatz leitet uns bei strategischen Entscheidungen, die unser Werkstattnetz betreffen.  

Aber natürlich geht es auch um die Qualität der Arbeit und um Kundenzufriedenheit. Aus diesem Grund müssen wir die Digitalisierung der Prozesse gemeinsam vorantreiben, beispielsweise durch eine digitale Schadenmeldung oder eine Online-Terminbuchung.  

Welche Aspekte finden Sie gut beim BVdP? 

Thomas Geck: Die Arbeit des BVdP ist ausschließlich auf die Themen der Schadensteuerung fokussiert. Seine Expertise ermöglicht uns qualifizierte Diskussionen und Verhandlungen.  

Welche Aspekte würden Sie verändern? 

Thomas Geck: Unser gemeinsames Hauptaugenmerk sollte auch auf dem Thema Prozessoptimierung liegen. Das erwarten nicht nur unsere Kunden, es führt auch zu verbesserter Produktivität und letztlich zur Ertragsoptimierung für die Werkstatt.  

Welche Rolle sollte Ihrer Meinung nach der BVdP in Zukunft spielen? 

Thomas Geck: Mit dem Verband zusammen können wir die Zukunftsthemen angehen. Denn wir werden über die Automatisierung der Auslastung- und Auftragssteuerung ebenso reden müssen wie über die Spezialisierung des Leistungsspektrums.     

Was wünschen Sie dem BVdP zu seinem 10. Geburtstag? 

Thomas Geck: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag – zu zehn Jahren erfolgreicher Arbeit! Mein Wunsch für die Zukunft: Viele gute Ideen, damit die Erfolgsgeschichte der Schadensteuerungsbetriebe fortgeschrieben werden kann.   

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