Schadenmanagement Kongress in Würzburg

Schadenmanagement Kongress in Würzburg

Schadenmanagement Kongress in Würzburg

Der BVdP war neben dem Schadenmanager, dem ZKF und dem ZDK Mitveranstalter beim Schadenmanagement-Kongress im November zur Ersatzteilversorgung. Über den Kongress wird in den Fachmedien ausführlich berichtet. Zu Wort kam an einigen Stellen der Veranstaltung Claus Brettner von der Peters GmbH Karosserie- Lackierfachbetriebe und Mitglied beim BVdP. Ihn haben wir im Nachgang ein Resümee ziehen lassen.

Herr Brettner, was war Ihr Gesamteindruck vom ersten Schadenmanagement-Kongress in Würzburg?

Claus Brettner: Das war ein sehr professioneller Kongress, bei dem wichtige Marktteilnehmer, die sich mit dem Thema auskennen, ihre Perspektiven zum Teilegeschäft aufgezeigt haben. Allerdings waren sich die meisten Player schnell einig, dass sie bei der Reparatur auf OEM-Teile nicht verzichten können oder wollen. Auch für uns als anspruchsvolle Betriebe ist der Einsatz von Originalteilen hinsichtlich des Qualitätsversprechens unverzichtbar.

Welche inhaltlichen Erkenntnisse haben Sie mitgenommen?

Claus Brettner: Zunächst, dass Originalersatzteile noch sehr lange eine Rolle in der Reparatur spielen werden. Dann aber auch, dass es zwischen den einzelnen Playern im Markt partnerschaftlicher zugehen muss und scheinbar auch kann. Wir müssen uns auf gleicher Augenhöhe begegnen. Die Steuerer haben hohe Anforderungen an uns, hinsichtlich der technischen Ausrüstung und des Know hows unserer Mitarbeiter müssen wir dem gerecht werden. Das kostet uns im Wesentlichen das gleiche wie einen Markenbetrieb. Das muss dann auch honoriert werden.

Zudem gibt es ja heute bereits vielseitige und gegenseitige Kooperationen mit Markenwerkstätten, die es für beide Seiten auch braucht. Hier könnten weitere Synergien entwickelt werden, indem jeder macht, was er am besten kann.

Wo sehen Sie dabei und im Teilegeschäft die Risiken für den Betrieb?

Claus Brettner: Es ist eine große Herausforderung im Betrieb, die Technik und das menschliche Know how immer auf dem aktuellen Stand zu halten, um die Fahrzeuge fachgerecht reparieren zu können. Das wird an Intensität auf Dauer zunehmen, und da wollen wir Schritt halten und den besten Anbietern auf Augenhöhe begegnen. Hier wird sich die Spreu vom Weizen trennen.

Bei den Teilen büßen wir Margen ein. Zwar werden die Teile immer teurer, was die Marge zunächst erhöhen würde. Durch Umgruppierungen der häufig verbauten Teile in andere Rabattgruppen sinkt sie aber tatsächlich.

Was sollten die einzelnen Player jetzt tun?

Claus Brettner: Die FLI’s haben sich sehr gute Partnerbetriebe gesucht, die den oben beschriebenen Herausforderungen gerecht werden können. Diese müssen sie nun auch angemessen bezahlen, damit sie auf dem Level bleiben können. Der Unterschied bei den Stundenverrechnungssätzen der Mehrmarken- und der Markenbetriebe ist gewaltig.

Bezogen auf Produktivität und Effizienz haben die meisten Betriebe ihre Hausaufgaben gemacht, hier lassen sich nur noch kleinere Effekte erzielen. Aber stets und ständig qualifizierte Leute zu finden, wird für uns zur Kernaufgabe werden.

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