Verbandsarbeit im Juli: Digitalisierung und neue Markt-Entwicklung

Verbandsarbeit im Juli: Digitalisierung und neue Markt-Entwicklung

Verbandsarbeit im Juli: Digitalisierung und neue Markt-Entwicklung

In den vergangenen Wochen haben wir uns um Ihre Probleme mit Gateway gekümmert, Ihre Nachfragen zum digitalen Autohaus (HUK) platziert, die Gespräche zur Schadensteuerung mit Ident-Teilen aufgenommen und das Thema Lackpreiserhöhung und Kalkulation aufgegriffen.

GATEWAY-Probleme
Im Juni und Juli haben uns vermehrt Anrufe von BVdP – Mitgliedsbetrieben erreicht, die von großen Schwierigkeiten mit dem Portal Gateway der Innovation Group berichteten. Eingeschränkte Funktionalität, schlechte Bedienbarkeit, Probleme mit den Schnittstellen, aber auch mangelnde Supportkapazitäten waren einige der Punkte, die bei Ihnen zu großer Unzufriedenheit und Prozessstörungen im Tagesgeschäft führten.

Wir haben die verschiedenen Kritikpunkte, die Sie uns übermittelt haben, gesammelt, strukturiert und in intensiven Gesprächen mit den Entscheidern bei der IG diskutiert und dabei sehr deutlich gemacht, dass eine schnelle Lösung gefunden werden muss.

Als Ergebnisse der Gespräche hat man uns eine zeitnahe Aufarbeitung zugesichert und erste Schritte in die Wege geleitet, um Ihnen das Arbeiten über Gateway zu erleichtern. Wir haben Sie in einer Mitgliederinfo bereits über diese Ergebnisse und Maßnahmen informiert.

Zur Mitgliederinfo (klicken)

Digitales Autohaus
Des Weiteren haben uns Nachfragen zum „Digitalen Autohaus“, dem Reparatur- Tracking und der Online-Terminierung erreicht. Auch hier haben wir Ihre Fragen und Anliegen gesammelt und sind in weitere Gespräche mit der HUK eingestiegen. Wir sind optimistisch, dass wir bereits im August zur Beantwortung Ihrer Fragen beitragen können.

Verti und G.A.R.
Das Nachrichtenportal schaden.news berichtete kürzlich über eine neue Entwicklung in Sachen Schadensteuerung. Denn ab 01.08.2021 will, so heißt es dort, der Direktversicherer Verti im Süden Deutschlands Unfallschäden in das Werkstattnetz des Schadensteuerers Global Automotive Repair (G.A.R.) einsteuern. Die tatsächlich neue Qualität dieser Kooperation ist die geplante Verwendung von Originalmarkenersatzteilen.

Dieses Steuerungsmodell wirft erst einmal eine Fülle von Fragen auf, die es zu klären gilt. Auch hier haben wir Ihnen bereits eine entsprechende Mitgliederinfo zugesandt, die Sie hier noch einmal finden.

Als Ihr Verband lassen wir Sie bei der Beantwortung dieser Fragen nicht allein. Wir sind Anfang der Woche in Gespräche mit der G.A.R. eingetreten. Weitere Gespräche mit der Verti-Versicherung sind bereits terminiert. Aus den Gesprächen wollen wir die wichtigen Informationen zur Beantwortung Ihrer Fragen zusammentragen.

Lackmaterial: Kostendruck wächst weiter
Während viele Schadensteuerer angesichts der aktuellen Pandemieentwicklung die Zahlungen für Hygienemaßnahmen am Fahrzeug (und in der Kundenkommunikation) einstellen, stehen den freien Karosserie‐ und Lackierwerkstätten zum Teil massive Preiserhöhungen ins Haus.
Besonders betroffen sind Lackmaterial sowie Reinigungs‐ und Verbrauchsmittel mit Erhöhungen um bis zu 40%.
Wir haben das Thema sowohl bei Schadensteuerern wie auch bei Datendienstleistern platziert, um die Akteure in der Branche zu sensibilisieren, dass beispielsweise das Allianz Zentrum für Technik (AZT) als Datenlieferant für die Berechnung von Lackierzeiten und Lackmaterial nach AZT diese Entwicklung ohne Verzögerung berücksichtigt. Wir bauen hier auf das kooperative Schadenmanagement und gehen davon aus, dass die Beteiligten im Schadenmanagement für diese Problemlage eine Lösung im konstruktiven Dialog finden werden. Hier sind natürlich auch die Werkstätten gefragt, die Ihre eigenen Vereinbarungen und Zahlen im Blick behalten müssen.

Mittlerweile wurde der AZT-Index 100 wohl neu berechnet und angepasst.


Mitgliederinfo vom 05.07. zu Gateway:

Liebe BVdP-Mitgliedsbetriebe, 

ein wichtiges Thema der vergangenen Wochen in der Schadensteuerung sind die Probleme der Innovation Group-Partnerbetriebe mit dem neuen Abwicklungsportal Gateway. 

Wir haben die Kritikpunkte aus dem Markt gesammelt und in Gesprächen mit den Entscheidern bei der IG thematisiert und diskutiert. Als Reaktion auf diese Gespräche hat uns eine Stellungnahme von Matthew Whittall erreicht, in der er erklärt, die Stimmen der Werkstätten sehr ernst zu nehmen und die Prozesse in Gateway deutlich zu verbessern. 

Dazu arbeitet die IG aktuell und intensiv mit Praktikern aus den Werkstätten zusammen, um schnell deutliche Verbesserungen zu erzielen.
Dazu sind folgende konkrete Maßnahmen geplant:  

  • Die Oberflächen in Gateway werden einfacher und verständlicher gestaltet. Die Anzahl der Masken wird reduziert und die Sprache im Portal wird klarer und deutlicher. Hier wird es bereits in Wochenfrist spürbare Verbesserungen geben. 
  • Das Support-Team der IG wurde zur schnellen und unkomplizierten Unterstützung der Werkstätten mehr als verdoppelt und zusätzlich geschult, damit möglichst alle Anrufer mit Fragen zu Gateway eine/n Ansprechpartner/in erhalten, der/die sich mit Gatewax auskennt. 
  • Für die DAT-Schnittstelle, die technisch gut funktioniert, aber in der Bedienung wenig intuitiv ist, wird ein besseres Erklärvideo produziert. 
  • Die Schnittstelle zu Audatex wird permanent verbessert. Es gibt momentan leider noch einige Werkstätten, die Kostenvoranschläge an die IG senden, die aber nicht dort ankommen. Hier arbeitet Audatex mit Hochdruck an einer Lösung. 
  • Die MFA Regeln (2-Faktor Authentifikation) werden weniger „streng“ gestaltet. Die Frist von 7 Tagen wird zeitnah auf 30 Tage für den gleichen User am gleichen Rechner erweitert. 
  • Die IG nimmt erst dann weitere Versicherer auf das Portal Gateway, wenn die Startschwierigkeiten beseitigt sind. 

Wir vom BVdP werden die Entwicklung im Auge behalten und gegebenenfalls wieder in die Kommunikation mit der Innovation Group gehen.

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Mitgliederinfo vom 20.07. Schadensteuerung mit Originalmarkenersatzteilen (Ident-Teilen):

Hallo liebes BVdP-Mitglied,

eine neue aktuelle Entwicklung im Markt der gesteuerten Schäden wirft viele Fragen auf!
Mit großem Interesse haben wir in der vergangenen Woche die Pressemeldungen verfolgt, in denen eine neue Kooperation im deutschen Schadenmarkt öffentlich gemacht wurde. So steuert laut schaden.news das nach eigenen Angaben zweitgrößte Kfz-Direktversicherungsunternehmen in Deutschland, Verti, ab 01.08.2021 im Süden Deutschlands Unfallschäden in Kasko und Haftpflicht in das Werkstattnetz des Schadensteuerers Global Automotive Repair (G.A.R.) ein.

Verwendung von Originalmarkenersatzteilen
Eine Aussage zu dieser Kooperation hat dabei unsere besondere Aufmerksamkeit geweckt, weshalb wir den entsprechenden Passus direkt aus der schaden.news – Meldung vom 14.07.2021 zitieren wollen:
Die Ersatzteillieferungen an Karosserie- und Lackierfachbetriebe aus dem G.A.R.-Werkstattnetz sowie Mechanik-Werkstätten erfolgt laut Unternehmen über den Teilegroßhändler Coparts und der Alliance Automotive Group (AAG). Beteiligt an der Kooperation ist auch die Global Automotive Service (G.A.S.). Nach Angaben von Andreas Brodhage, Geschäftsführer von G.A.R. und G.A.S., werden bei der Unfallschadenreparatur erstmals „Originalmarkenersatzteile“ verwendet.

Zur Erläuterung:
Als Originalmarkenersatzteile können auch Ersatzteile bezeichnet werden, die nicht vom OEM, sondern aus dem freien Handel stammen. Die Teile müssen also nicht direkt vom Fzg-Hersteller kommen und dessen Logo tragen.

Als Verband wollen wir Sie nun dafür sensibilisieren, dass die Verwendung solcher Ersatzteile in der Schadensteuerung verschiedene Fragen aufwirft. Wir regen deshalb an, sich diesen Fragen, die wir im Folgenden gesammelt haben, zu stellen und sich vor Teilnahme an dem oben beschriebenen Steuerungsmodell gründlich zu informieren bzw. zu prüfen, ob all die genannten Punkte für Sie als freier K+L-Fachbetrieb zufriedenstellend beantwortet werden können.
 

  • Welche Erwartungshaltung haben Kunden/Versicherungsnehmer/Autofahrer an eine Unfallschadenbeseitigung? Welche Rolle spielt die Verwendung von Originalmarkenersatzteilen in diesem Zusammenhang?
  • Wie wirkt es sich auf die Kundenzufriedenheit aus?
  • Gibt es einen Mehraufwand bei der Teile-Identifizierung und Beschaffung?
  • Passen bei Originalmarkenersatzteilen die Arbeitszeiten?
  • Kann ich den ggf. entstehenden Mehraufwand kalkulieren und berechnen? Ist dies in den aktuellem Kalkulationsdaten berücksichtigt und wer ändert ggf. die Kalkulationsdaten und Teilenummern in den Rechnungen?
  • Was passiert mit der langen Garantiezeit?
  • Wie sind Risikoübernahme, Haftung und Verantwortung geregelt?
  • Welchen Vorteil habe ich als Werkstatt davon, wer profitiert vom Einsatz der Originalmarkenersatzteile tatsächlich?
  • Wie reagieren die Fahrzeughersteller? Entspricht der Einsatz von Originalmarkenersatzteilen der Reparatur nach Herstellervorgaben?
  • Was ist mit der Qualität der Reparatur?
  • Wie reagiert der Kunde/Versicherungsnehmer?
  • Wo werden die Teile hergestellt?
  • Wie reagiert mein Personal darauf?
  • Was ist mit dem Thema „Nachhaltigkeit“?
  • Was passiert beim nächsten Besuch in der Vertragswerkstatt?
  • Entspricht die Verwendung von Originalmarkenersatzteilen meinen Verträgen mit Kunden, Steuerern bzw. meinen AGB?
  • Ändern sich meine Margen?
  • Wer übernimmt mögliche Diskussionen mit dem Kunden/Versicherungsnehmer/Autofahrer?

Wir als Verband werden versuchen, Ihnen bei der Beantwortung der Fragen behilflich zu sein.

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