Social Distance? Niemals!

Social Distance? Niemals!

Social Distance? Niemals!

Für viele Inhaber und Führungskräfte sind die Zirkel nicht nur über Jahre zu einer festen Institution geworden, sondern vor allem auch zu einem Raum für den vertrauensvollen und freundschaftlichen Austausch in der Gruppe. Wer will das in einer eher brenzligen Zeit wie der aktuellen missen? Wer will auf Informationen und die Meinungsbildung mit vertrauten und daher einschätzbaren Persönlichkeiten verzichten?

Kaum einer, wie die Nutzung des Angebotes von virtuellen Zirkeln in Videokonferenzen zeigt. Seit dem 31. März haben bislang 25 solcher Meetings stattgefunden und sind auf eine außerordentlich gute Resonanz gestoßen. Physische Distanz: Ja! Soziale Distanz: Nein!

Best Practice meint immer, von den besten Lösungen zu lernen, bedeutet aber auch durch die Situationen der anderen eine Weitsicht zu gewinnen, Themen zu bedenken, die vorher unbedacht waren. Und rein persönlich und menschlich bedeutet Best Practice, sich für die Herausforderungen des anderen zu interessieren und umgekehrt zu wissen, dass man mit seinen Fragestellungen nicht allein gelassen ist.
In dieser Weise haben die virtuellen Zusammenkünfte sogar einen besonderen Nutzen in der krisenbehafteten Zeit und liefern vielerlei Denkanstöße für das Betriebs-Management.

Oft beginnen die Sitzungen mit einer Bestandsaufnahme über die Auslastungssituationen in den Betrieben. Diese stellt sich höchst unterschiedlich dar. Während es im März noch in vielen Betrieben sehr gut lief, konnten das im April nur noch wenige Unternehmen von sich sagen. Einige davon haben aber noch eine gute Auslastung bis in den Mai. Andernorts brach die Nachfrage ein bis auf ein Viertel des normalen Niveaus oder mussten gar Betriebe geschlossen werden. Vor dem Hintergrund der jeweiligen Lage erarbeiteten sich die Gruppen in den bis zu zweieinhalb Stunden dauernden Konferenzen pragmatische Vorgehensweisen oder gaben sich Tipps auf Grundlage ihrer Erfahrungen im Umgang mit den Support-Angeboten der öffentlichen Hand, der Banken oder auch der Volumenkunden. Als zentraler Punkt spielte dabei auch die Koordination, das Briefing und die Motivation der Mitarbeiter eine Rolle, weil Führen in der Krise eine besondere Herausforderung und ein wichtiger Erfolgsfaktor ist.
Ausgehend vom Stand der Dinge bieten die Zirkel immer auch die Möglichkeit, alternative Szenarien für die kommende Zeit zu entwickeln und gemeinsam mit Weitsicht über Handlungskonzepte nachzudenken, damit die Teilnehmer sich möglichst gut auf diese vorbereiten können. Ein zentraler Punkt dabei war immer auch das Schreiben des BVdP-Vorstands an die Volumenkunden und damit das Niveau der Stundenverrechnungssätze und Entgelte. Große Einigkeit besteht darin, dass hier deutlicher Handlungsbedarf über die durch die Pandemie ausgelöste Krise hinaus besteht und dass dazu jetzt und in der Folgezeit nach der Krise genau der Zusammenhalt erforderlich ist, der in den Zirkeln gelebt wird.

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