Wandel als Chance

Wandel als Chance

Wandel als Chance

Doppelte Premiere für Michel Pinto: Zum einen fand am 23. Februar seine erste Mitgliederversammlung als Geschäftsführer des BVdP statt und zum anderen musste die bereits zweimal verschobene Veranstaltung angesichts der aktuellen Corona-Lage online stattfinden.

Und so ließen sich Vorstandsvorsitzender Reinhard Beyer, GF Michael Pinto und Projektmanager Marco Senger, die die Versammlung aus einem Dortmunder Studio moderierten, auch nicht von einem Stromausfall, der den Event gleich zu Beginn für über 15 Minuten stoppte, aus dem Konzept bringen.

„Würde Euch gerne sehen“
Zwar froh über die Möglichkeit, die für den Verband wichtige Veranstaltung überhaupt durchführen zu können, betonte Vorstandsvorsitzender Reinhard Beyer gleich in seiner Begrüßung, wie sehr er darauf hoffe und sich freue, wenn er die Verbandsmitglieder bald wieder bei einem Präsenz-Termin mit Austausch, Netzwerken und direktem Feedback begrüßen könne. Es gelte jetzt einfach angesichts der vielen Herausforderungen, die die Corona-Krise zum Teil verstärke, zum Teil überdecke, aktiv und zuversichtlich zu bleiben. Denn wer sich den Herausforderungen stelle, der könne auch mitgestalten.

Anschließend erläuterte Marco Senger die Regularien der Mitgliedervollversammlung und erklärte, wie die Vertreter/innen der Partnerbetriebe ihr Stimmrecht bei den Wahlen und Entscheidungen mit dem zugeschalteten, rechtsicheren Abstimmungstool online wahrnehmen konnten.

Reinhard Beyer im Amt bestätigt
Nach der einstimmigen Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung wurde der Vorstandsvorsitzende Reinhard Beyer mit über 95 % Zustimmung im Amt bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wurden Peter Vogel und Jens Walther als Nachfolger von Markus Stegmann und Sönke Neubauer gewählt.

Veränderungen im Reparaturmarkt – Gefahr oder Chance für die Werkstätten.
Im seinem Geschäftsführungsbericht bedankte sich Michael Pinto gleich bei drei Menschen, die das Gesicht und die Erfolgsgeschichte des BVdP maßgeblich und nachhaltig geprägt haben. Und so versprach er Robert Paintinger, dessen Nachfolge er zum 01.11.2020 angetreten hatte, und den beiden scheidenden Vorstandsmitgliedern Markus Stegmann und Sönke Neumann eine gebührende Verabschiedung auf der nächsten physischen Veranstaltung des BVdP.

Corona habe aber die Arbeit des BVdP nicht ausgebremst, sondern man habe selbst an vielen Stellen der Verbandsarbeit neue Wege gehen müssen. Mit tatkräftiger Unterstützung des ganzen Teams und der aktiven Partnerbetriebe sei das auch recht gut gelungen. So konnte man mit Kurt Hinz und Norbert Hermann zwei neue Werkstattbetreuer mit großer Expertise gewinnen, die ohne großen Vorlauf die Unterstützung der Werkstätten aufnahmen. Auch die in der Branche beachteten Studien zur Marktstimmung und zu den Kosten der Betriebe wurden wieder durchgeführt und die Ergebnisse den Marktbegleitern pointiert zur Kenntnis gebracht. Hier appellierte Michael Pinto an die Betriebe, auch in den nächsten Jahren zahlreich an den Studien teilzunehmen, denn umso fundierter seien deren Aussagen und Wirkungen in der Reparaturbranche. Gerade mit der seit zehn Jahren ermittelten Betriebsleistungseffizienz könne man deutlich auf die Sollbruchstellen im Schadenmanagement hinweisen und sich für bessere Konditionen einsetzen.

Unvermindertes Engagement für Partnerbetriebe
Die Lobbyarbeit der vergangenen zwei Jahre hat sich aber nicht nur auf die Themen beschränkt, die durch die Pandemie besondere Beachtung und Widerhall in der Öffentlichkeit fanden. Denn neben dem hartnäckigen Engagement für eine Entlohnung von Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen habe man das Thema Teilemargen schnell aufgegriffen, wirke weiter den vielfältigen Rechnungskürzungen entgegen und agiere schnell und flexibel bei den verschiedenen Problemen bzw. Abstimmungen mit Steuerern (Stornokriterien, Kleinteilezuschlag, Online-Terminvereinbarung, Reparaturtracking u.v.m.). Das spiegle sich auch in den zahlreichen Gesprächen mit den Playern im Schadenmanagement wider, die man unter der Prämisse des kooperativen Schadenmanagements als Interessenvertretung der Partnerbetriebe führe. Man habe auch den Gesprächsfaden mit der HUK wieder aufnehmen können und sei in stetigem Austausch mit HUK, IG, Riparo und SPN. Daneben haben auch Treffen mit Lackherstellern, EDV- und Kontrolldienstleistern stattgefunden, um aktuelle Projekte abzustimmen und die Positionen des BVdP einzubringen. Auch der Austausch mit dem ZKF wurde intensiviert, um sich gemeinsam stärker für die Ziele der Reparaturbetriebe einsetzen zu können.

Mitgestalten, nicht verhindern!
Heute gelte es, führte Michael Pinto aus, das kooperative Schadenmanagement entlang der neuen Herausforderungen weiterzuentwickeln. Dazu gehöre es, aktuelle Marktentwicklungen zu erkennen, für sich zu nutzen und damit die Chance zu haben, den Markt aktiv mitzugestalten. Gerade hier sehe er eine wesentliche Hebelwirkung des kooperativen Schadenmanagements, indem es durch aktive Teilhabe an Entwicklungen die Partnerbetriebe nach vorne bringe und nicht durch eine Verhinderungshaltung in die Sackgasse führe. Das habe auch Folgen für die Kommunikation im Schadenmanagement. Man diskutiere zwar klar und verhandle hart in der Sache, dies geschehe aber im Sinne der Zielerreichung immer weniger „laut in der Öffentlichkeit“ als vielmehr effizient und direkt mit den entsprechenden Partnern.

Digitalisierung als Schlüsselthema
Die größte Herausforderung aber verberge sich hinter dem Begriff „Digitalisierung“, den man seitens des BVdP von verschiedenen Seiten angehe. Hier spreche man zum einen mit den Anbietern und Dienstleistern aus den Bereichen Managementsysteme, Kalkulationsdaten, Planungssysteme, Telematik usw., um für die Partnerbetriebe mitgestalten zu können. Zum anderen baue man aber auch eigene Angebote zur Unterstützung der Werkstätten im Umgang mit der vielschichtigen Digitalisierung auf. Michael Pinto und Reinhard Beyer wiesen dabei ganz deutlich darauf hin, dass sich genau auf diesem Gebiet ein dynamischer Wandel vollziehe, dem man sich stellen müsse, wenn man auch in Zukunft leistungsfähig und erfolgreich bleiben wolle. Aber auch die weiteren Herausforderungen wie den Fachkräftemangel oder die tiefgreifenden Veränderungen bei der Antriebstechnik verliere man nicht aus den Augen.

Fazit: Wir alle müssen die Chancen nutzen
Klar sei, da waren sich Michael Pinto und Reinhard Beyer in ihren Abschlussbotschaften einig, dass sich Mobilität und Markt verändere. Dies aber müssten die Werkstätten als Chance begreifen. Denn nur so könne man mitgestalten und das sei allemal besser als der Versuch, Dinge, die sich längst in Gesellschaft und Markt etabliert hätten, zu verhindern.

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