Kooperatives Schadenmanagement

Kooperatives Schadenmanagement

Kooperatives Schadenmanagement

„Wir brauchen ein kooperatives Schadenmanagement!“

Robert Paintinger, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Partnerwerkstätten, informierte mehr als 150 Schaden-Chefs führender Versicherer beim BusinessForum 21 am 12. November 2014 in Köln über die Positionen des BVdP zum Schadenmanagement. Er hatte klare Botschaften im Gepäck: Kooperation im Schadenmanagement, faire Stundenverrechnungssätze und Prozessoptimierung durch QualiCar. „Die Werkstatt ist der Ort an dem sich entscheidet, ob Ihr Kunde ein positives Bild der Schadensteuerung hat. Wenn wir es nicht haben, wird auch der Autofahrer eine negative Einstellung haben. Der Privatkunde entscheidet eben, ob er sich steuern lässt oder nicht.“ Robert Paintinger unterstrich, dass die Rolle der Partnerwerkstätten extrem wichtig ist, um eine hohe Kundenzufriedenheit zu erzielen. Bei den Statements der Versicherer hatte man nicht immer den Eindruck, dass dies wirklich bewusst ist. Hier standen oft die eigenen Prozesse mehr im Mittelpunkt, als das Einlösen des Kfz-Versicherungsschutzes – nämlich die Schadenregulierung- und -reparatur durch die Fachwerkstatt.

Die wirtschaftliche Situation der Betriebe beschrieb er als dramatisch: „Die Betriebskosten fressen die Ergebnisse auf, weil die Stundensätze zu niedrig sind. Die Unzufriedenheit unter den Partnerwerkstätten wächst. Denn die überwiegende Zahl der Betriebe verdient mit ihrer handwerklichen Leistung kein Geld mehr oder zahlt drauf.“ Diese Lage sei unhaltbar, da aufgrund technischer Herausforderungen durch vernetzte Fahrzeugelektronik, neue Fügetechniken und Werkstoffe oder die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen alle Betriebe in Zukunft stark investieren müssten. Die Investitionskraft der Betriebe sei aber jetzt ernsthaft bedroht. Sein Fazit: „In der Schadensteuerung müssen die wirtschaftlichen Interessen aller Beteiligten angemessen berücksichtigt werden.“

Mechanik-Netz der Versicherer?

In Köln war auch das Konzept der HUK-COBURG Service-Select ein Thema. Robert Paintinger nahm auch hierzu Stellung. Er fragte: Was bringt ein „Mechanik-Netz“ für die Partnerwerkstätten? Dafür spricht: viele Betriebe verfügen bereits über eine entsprechende Ausrüstung oder könnten sich hier ein neues Geschäftsfeld erschließen. Dagegen steht der immense Aufwand für Versicherer ein entsprechendes Netz aufzubauen, der hohe Investitionsaufwand für Werkstätten und vor allem: Keine Klarheit, ob sich die Investitionen tatsächlich rechnen. Der BVdP hat dazu eine Umfrage unter den Partnerwerkstätten durchgeführt, darin bekundeten mehr als 35 Prozent der befragten Betriebe Zustimmung. 30 Prozent sagten nein. Über 25 Prozent waren unentschieden.

BusinessForum

Vor mehr als 150 Schaden-Chefs führender Versicherer sprach Robert Paintinger beim BusinessForum 21 am 12. November 2014 in Köln klare Worte über die Positionen des BVdP zum Schadenmanagement.

 

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Dabei machte er deutlich: „Die Werkstatt ist der Ort an dem sich entscheidet, ob Ihr Kunde ein positives Bild der Schadensteuerung hat. Wenn wir es nicht haben, wird auch der Autofahrer eine negative Einstellung haben. Der Privatkunde entscheidet eben, ob er sich steuern lässt oder nicht.“

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