ZKF und BVdP initiieren gemeinsam Gütesiegel „E-Mobilität“

ZKF und BVdP initiieren gemeinsam Gütesiegel „E-Mobilität“

ZKF und BVdP initiieren gemeinsam Gütesiegel „E-Mobilität“

Im Jahr 2020 hat sich laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Zahl der neu zugelassenen E-Autos in Deutschland verdreifacht, Tendenz steigend. Durch diese neue Antriebsform stehen die Betriebe rund um die Unfallinstandsetzung von Fahrzeugen vor neuen anspruchsvollen Herausforderungen – u. a. durch neue Entwicklungen des Absatzmarktes, die baulichen Voraussetzungen der Fahrzeuge und die Anforderungen an Equipment, Expertise und Mitarbeiterqualifikation.

ZKF und BVdP reagieren auf diese Herausforderungen mit der Erweiterung eines nach außen sichtbaren Serviceangebots „Elektromobilität“, damit Betriebe im Karosserie- und Fahrzeugbau vom wachsenden Reparaturbedarf in diesem Segment profitieren. Deshalb haben BVdP und ZKF gemeinsam die Qualifizierung zum Fachbetrieb für E-Mobilität in Form der neuen Marke umgesetzt, um in Karosserie-Fachbetrieben Standards in der Reparatur von Elektrofahrzeugen aller Fabrikate sicherzustellen.

„Ein wichtiger Punkt dabei ist auch der Wissenstransfer, den wir als Verbände gegenüber unseren Mitgliedsbetrieben weiter vorantreiben wollen. Hierfür haben wir unter anderem die Kooperation mit dem BVdP und Abstimmungen mit dem Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) gestartet, um für die Betriebe das Fachwissen im Themenbereich E-Mobilität zu bündeln“, erklärt ZKF-Präsident Peter Börner. „So laufen die Fäden zusammen und wir unterstützen die Werkstätten bei der Reparatur eines elektrisch betriebenen Fahrzeuges, wie etwa in der Beschaffung von Ersatzteilen oder aber auch in Form von technischen Informationen und Hilfestellungen zur Reparatur.“ Und Peter Vogel, Vorstandsmitglied des BVdP ergänzt: „Es war höchste Zeit für diese neue Marke und die damit verbundenen Qualifizierungs- und Reparatur-Standards. Als BVdP haben wir das gemeinsame Projekt gerne mit unserer Erfahrung unterstützt.“

Ziel der neuen Marke E-Mobilität

Mit der Qualifizierung ist der Karosserie-Fachbetrieb berechtigt, das neue Verbandssiegel zu führen und aktiv damit zu werben. So positioniert sich die Werkstatt als ausgewiesener Fachbetrieb für E-Mobilität und signalisiert den Kunden ausgewiesene Reparatur- und Servicekompetenz für elektrisch angetriebene Fahrzeuge.

Eine Mindestanforderung in jeder Werkstatt ist unter anderem, dass ein Mitarbeiter beschäftigt sein muss, der eine Ausbildung für Arbeiten an Hochvoltsystemen im spannungsfreien Zustand (FHV) absolviert hat. Mit dieser Qualifikation (Stufe 2S: Fachkundige Person (FHV)) befähigt dies den Fachkundigen, im Betrieb an Hochvoltsystemen selbständig und sicher zu arbeiten und die Reparaturen sach- und fachgerecht auszuführen. Hierzu können Schulungs- und Weiterbildungsangebote des ZKF oder der Technischen Akademie des Kraftfahrzeuggewerbes (TAK) genutzt werden.

Noch wichtiger ist aber die Gefährdungsbeurteilung im Betrieb, bevor Arbeiten an einem batterieelektrischen Fahrzeug vorgenommen werden. Hierzu wurde in enger Abstimmung mit dem KTI die Toolbox für E-Fahrzeuge erarbeitet, die regelmäßig durch neue Fahrzeugmodelle erweitert wird und zum Gesamtkonzept E-Mobilitäts-Fachbetrieb gehört.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Voraussetzung für das Führen der neuen Marke ist die Eintragung mit dem Karosserie- und Fahrzeugbauerhandwerk in der Handwerksrolle. Betriebe müssen darüber hinaus Arbeitsschutzmaßnahmen erfüllen und über qualifizierte Beschäftigte verfügen, die Arbeiten an HV-Systemen von Fahrzeugen ausführen. Bei der Werkstattausstattung rund um die Arbeiten an elektrisch betriebenen Fahrzeugen ist eine Reihe von Spezial-Werkzeugen und -Ausrüstung notwendig. Sind alle Anforderungen erfüllt, wird der Betrieb als Fachbetrieb für E-Mobilität anerkannt und erhält das Recht, das Verbandssiegel, das ihn für seine Kunden sichtbar ausweist, zu führen.

Die Unterlagen sowie Informationen über die Voraussetzungen erhalten Betriebe über den ZKF oder den BVdP.

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